SEG erhält 1. Teilgenehmigung für Neubau eines Gaskraftwerks

  • Wichtiges Signal für die Entwicklung des Standortes Schkopau
  • Finale Investitionsentscheidung steht weiterhin aus, da gesetzliche Umsetzung der Kraftwerksstrategie auf Bundesebene noch nicht erfolgt ist

Schkopau: Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat im Rahmen des Projekts „Zukunft Energieversorgung Sachsen-Anhalt“ (ZESA) eine Teilgenehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) für die Errichtung eines Gaskraftwerks am Standort Schkopau erteilt. Hiernach kann die Saale Energie GmbH am Kraftwerksstandort einen Teil der neuen Anlage errichten.

„Die erste Teilgenehmigung ist ein wichtiges Signal für die Entwicklung unseres Kraftwerksstandorts“, hebt Björn Bauerfeind, Geschäftsführer der Saale Energie GmbH, hervor und fügt hinzu: „Zugleich können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließende Investitionsentscheidung treffen, da die gesetzliche Umsetzung der Kraftwerksstrategie auf Bundesebene weiterhin aussteht und die damit verbundenen Ausschreibungsbedingungen noch unklar sind. Unser Zielstellung bleibt es, unseren Beschäftigten und Kunden mit dem Neubau eines Gaskraftwerks eine belastbare Perspektive über den gesetzlichen Kohleausstieg hinaus zu bieten.“

Als größter Energieversorger in Sachsen-Anhalt spielt der Kraftwerksstandort Schkopau eine maßgebliche Rolle für die Versorgung des Chemieparks Schkopau und der Region. Im Rahmen des Projekts ZESA ist vorgesehen, am Standort ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit einer Leistung von bis zu 900 Megawatt zu errichten. Das neue Kraftwerk wird als sogenannte H2-ready-Anlage geplant, sodass die Energieerzeugung perspektivisch, schrittweise von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt werden kann.